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Generalanzeiger, 11. Juni 2014


Musikkunst mit Blick auf den Park - Hagerhof: Abschluss der Pfingstkonzerte
Von Verena Düren


...sondern auch, um Verschollenes zu Tage zu fördern. Diesem Motto getreu begann er gemeinsam mit dem Pianisten Caspar Frantz mit fünf Liedern von Johann Vesque von Püttlingen. Mit seinem wohltuenden Bassbariton interpretierte Schütte die Wasserlieder nach Gedichten von Goethe, Heine, Voss und Lenau, wobei es auch nicht selten recht dramatisch wurde.

Frantz begleitete ihn dabei mit perlendem Spiel. Amüsant wurde es mit "Am Teetisch", bei dem Schütte auch sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellte. Eher schlicht, aber nicht weniger schön gelangen sechs Lieder aus "Deutsche Volkslieder" von Johannes Brahms.

Nach der Pause beschloss das junge Trio Grisart gemeinsam mit Caspar Frantz die diesjährigen Pfingstkonzerte. Das Trio, das sich in seiner Hauptarbeit der eher ungewöhnlichen Gattung des Streichtrios widmet, bestach durch die Gleichwertigkeit der Instrumente - ideal also für so ein "starkes" Stück wie Schumanns Klavierquartett.

Besonders positiv fiel bereits im ersten Satz Bratschist Manuel Hofer auf, was sich auch im langsamen Satz bestätigte, in der er die Kantilene wunderbar interpretierte. Außergewöhnlich akzentuiert gelang der zweite Satz.



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