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GeneralAnzeiger Bad Honnef, 12. Juni 2014


Von Neal Graham

... Stattdessen widmete sich der "Hausherr" mit der kräftigen Bariton-Stimme in Form des Liederzyklus' op. 32 einem stürmischen, unglücklich verliebten Brahms; und das in einer Eindringlichkeit und lntensität, die bewiesen, dass ihm die Beschäftigung mit dem Brahms'schen Liedgut noch lange nicht langweilig geworden ist. Eröffnet wurde das Fest vom begnadeten Streichtrio "Grisart", bestehend aus Yeoyoung Yoon (Violine), Manuel Hofer (Viola) und David Eggert (Violoncello), sowie dem renommierten Pianisten Caspar Franz, die gemeinsam den Großteil des Programms bestritten.

Was das Viergespann seinen Instrumenten entlockte, war hohe Kunst: Traumhaft die Harmonien, perfekt das Zusammenspiel, stilvoll die Klangästhetik, ergreifend die Dramatik. Voller Leidenschaft, Sehnsucht und Euphorie nahmen die Musiker das Publikum mit auf eine Achterbahnfahrt durch alle Gefühlslagen; eine Reise durch melancholische Harmonien, andächtige Momente der Besinnung und aufbrausende Crescendos ungestümer Emotion. Mal leichtfüßig und tänzelnd, mal laut und tosend drängten die Melodien voran und bescherten echte Gänsehaut.

Das Publikum spendete lang anhaltenden Applaus für diese hochkarätige Unterhaltung. Größer war nur die Freude des Initiators: Es sei schön zu sehen, dass die Pfingstkonzerte sich noch immer großer Beliebtheit erfreuten, so Schütte.

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